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Dietmar Noering
Edwin Cerio oder Der Gesang der Sirenen

Edwin Cerio
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Dietmar Noering

Edwin Cerio oder Der Gesang der Sirenen

Für Paolo Vuotto

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war Capri schon lange aus dem Dornröschenschlaf provinzieller Abgeschiedenheit erwacht. Nachdem es in der Antike von Augustus geschätzt und von seinem Nachfolger Tiberius zum Mittelpunkt der Welt bestimmt worden war, gehörte es seit dem 17. Jahrhundert mit wachsender Beliebtheit zu den Zielen der klassischen Bildungsreisen. In der Folge wird die Insel am Südausgang des Golfs von Neapel Wohnsitz für Künstler und Lebenskünstler, die ihrem Liebreiz erlagen. Ebenso fanden politisch Verfolgte und gesellschaftlich Verfemte ihre Zuflucht an diesem toleranten Ort, der jedem eine größtmögliche Freiheit gewährte. So wuchs Edwin Cerio, der am 28. Juni 1875 auf Capri geboren wurde, in eine Welt, die ein Spiegelbild allen europäischen Intellekts in Kunst und Politik darstellte.

Hauptmann, Rilke, Däubler, Norman Douglas, Gorki, Lenin, dies waren Namen, die das geistige Leben auf Capri bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges prägten. Wenn sich später Edwin Cerio in seinem literarischen Werk vor allem mit seiner Heimatinsel beschäftigen wird, so bewahrte ihn auch dieser geistige Hintergrund, das »Welttheater«, wie er es nennen wird, vor jeder Provinzialität. Sein Vater, Ignazio Cerio, war Arzt und Naturforscher, der sich um die Erkundung der Insel große Verdienste erworben hat. Cerios Mutter kam aus Irland, und von ihr hatte er die starke Bindung an den angelsächsischen Kulturkreis und sicherlich den Humor, der seine Essays und Romane durchzieht.

Der junge Cerio nutzte seine Chancen. Nach der auf Capri verbrachten Kindheit entschloß er sich, Ingenieur zu werden und fand die Unterstützung Friedrich Alfred Krupps, der in diesen Jahren häufig auf der Insel weilte und Unterwasserforschungen im neapolitanischen Golf betrieb. Cerio konnte in Genua Schiffsbau studieren und Anfang des Jahrhunderts nach Kiel gehen, um dort auf den Werften für Krupp zu arbeiten (1). Die Zeit und der Arbeitgeber lassen es kaum verwunderlich erscheinen, daß Cerio sich auf den Bau von Kriegsschiffen spezialisierte. Weite Reisen führten ihn nach Südamerika, wo er bei der Aufrüstung der rivalisierenden Kriegsmarinen von Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay half. Seine Bekanntschaft mit der Familie Krupp eröffnete ihm aber auch Zugang zu gekrönten Häuptern und Millionären, denen er Yachten baute.

Den großen Einschnitt seines Lebens bildete wie für die ganze Generation der Erste Weltkrieg. Cerio hält sich in Norditalien auf, und die täglichen Nachrichten lassen ihn den Wahnsinn seines Berufes erkennen. Er plant, sich auf seine Heimatinsel zurückzuziehen und sich seinen literarischen Ambitionen zu widmen. Mit dem Ende des Krieges wird er sich diesen Wunsch erfüllen (2).

Cerios schriftstellerische Begabung hatte ihre ersten Ansätze und Versuche in der Zeitschrift »Tra« (3) gefunden. Ihr Thema lautete: »Die Insel Capri, ihr Kosmopolitismus, ihre Schönheit, ihre Mythologie, ihre Mittlerrolle zwischen Nord- und Südeuropa« (4). Schon hier war der Großteil seines späteren literarischen Programmes vorgezeichnet. Nach Capri zurückgekehrt stürzte sich Cerio in eine hektische Aktivität. Er begann, alles erreichbare Material über die Insel zu sammeln. Die Natur mit ihrer Flora und Fauna, die Geschichte und vor allem die Menschen auf Capri wurden Ziel seiner Leidenschaft. Er stürzte sich in das öffentliche Leben der Insel, wurde einige Jahre lang Bürgermeister von Capri, mußte aber erfahren, daß man sich in der Politik nicht nur Freunde macht und dies gerade dann, wenn man zum Wohle der Insel und ihrer Natur handeln will. Zudem führte er ein offenes Haus und war mit allen Größen, die Capri in den kommenden vierzig Jahren sah, bekannt, wenn auch Cerios schwieriger und aufbrausender Charakter nicht immer eine länger andauernde Freundschaft entstehen ließ (5). Zu bewundern ist sein unermüdlicher Fleiß, eine Bibliographie Edwin Cerios würde annähernd 50 Titel umfassen. Am 24. Januar 1960 nahm der Tod ihm alle Pläne, die er noch gehabt haben mag, aus der Hand.

Von all seinen Werken ist nur ein einziges in Auszügen ins Deutsche übertragen worden (6), von drei Büchern gibt es englische (Teil-)Übersetzungen. Cerios Werke sind heute auch in Italien nur schwer aufzufinden, zumal die Auflagen für unsere Verhältnisse oft recht klein waren. Doch ist seine Beliebtheit ständig im Wachsen begriffen, seitdem die Italiener selbst nach allen anderen Nationen den Zauber Capris schätzen gelernt haben. So wurde 1983 Cerios »Flora privata di Capri« (7) nach über vier Jahrzehnten wieder aufgelegt, und der Leser kann sich an der Darstellung der Pflanzenwelt Capris im Stil antiker Skandalgeschichte aufs Neue ergötzen. Es bleibt zu hoffen, daß dies ein Anfang ist und sich Cerios Werke in Zukunft doch wieder in den Buchhandlungen finden lassen.

Auch in der Sekundärliteratur führt Edwin Cerio bis jetzt ein Schattendasein, das in diesem Ausmaße unverdient ist. 1937 erschien das Werk von Guiseppe Brindisi (8), das einen hymnischen Lobgesang auf Cerio und seine Romane darstellt, kritischen Ansprüchen aber kaum genügt. Die Doktorarbeit Anna Arcuccis stellt viel Material – hauptsächlich aus der Tagespresse – zusammen, gibt manch wertvollen Hinweis zur Interpretation, liegt aber nur maschinenschriftlich vor (9). Zugang zu allen Arbeiten von und über Edwin Cerio findet man lediglich in der Bibliothek des Centro Caprense Ignazio Cerio in Capri (10).

Cerios erstes Buch erschien 1921 und war dem Leben und Andenken seines Vaters gewidmet (11), danach folgen mannigfache Studien über die Insel und der schriftliche Niederschlag seines Kampfes um die Erhaltung der Natur auf Capri. 1927 erscheint dann sein erstes literarisches Werk »Aria di Capri« (12) – »Capreser Luft«. Hier werden die Menschen dargestellt, die mit ihrer Schrulligkeit und Liebe die Stimmung Capris prägten: »In ihrer Heimat waren sie brave Philister oder aufrechte Bürger, die die Insel nur für einen Tag besuchen wollten und dann für ihr ganzes Leben hängen blieben und sich im geistigen und sinnlichen Klima der Insel zu phantastischen Kohlköpfen weiser Narrheit und himmelblauen Unsinns auswuchsen« (13).

Da gab es zum Beispiel den Münchner August Weber (14), der von seiner Familie verstoßen wurde, weil er Maler werden wollte. Er wanderte über die Alpen nach Italien, gelangte nach Neapel und sah Capri am Horizont liegen. Anscheinend war es gegen seinen Charakter, den Dampfer zu nehmen, jedenfalls erstand Weber ein kleines Ruderboot und legte sich in die Riemen. Nach drei Tagen wurde er halbtot vor Erschöpfung an der Insel angetrieben und der Ordnung halber erst einmal ins Gefängnis gesteckt. Weber heiratete später ein hübsches Capreser Mädchen und eröffnete mit ihm eine kleine Pension. Er verzierte die Insel mit selbstgedichteten Versen, die er mit Gips an Hauswände und Mauern klebte. Sein schönster Spruch zeigt weise Einsicht: »Die Muse hat mich nie geküßt, / weil sie doch eine Jungfrau ist« (15).

Doch Cerio saß oft selbst der Schalk im Nacken, so etwa in der Geschichte »Das Hemd der Kleopatra« (16).

Über das Hemd der Kleopatra war zu seiner Zeit ein archäologischer Disput entbrannt, in dem der Ruf unserer größten Altertumsforscher auf dem Spiele stand. Norge, der babylonische Königsforscher, glaubte, der Schrift der ersten Dynastie von Tyro zu begegnen; dagegen schrieb Favel, der Futurist unter den Ägyptologen, das Hemd geradeheraus der ptolomäischen Epoche zu. Dorthin war sogar der Amerikaner Kellog gelangt, der nachher vergeblich den Ankauf des Hemdes für das Metropolitan Museum versucht hatte. Er konnte sich mit dem Antiquitätenhändler Belfiore nicht über den Preis einigen. Belfiore erklärte, es handle sich um die Replik, wenn nicht sogar um die Kopie des Originalhemdes, wie es aufgelistet in dem pharaonischen Wäscheverzeichnis und eingemeißelt auf dem Obelisken von Luxor stand.

Glücklicherweise ,gelang es aber de Pommery, die Geschichte mit hinlänglicher Annäherung zu rekonstruieren: von Amenemhet l. bis zu Belfiore, dem Antiquitätenhändler, der seinen Laden für Altertümer und Seidenwaren auf der Piazza in Sorrent zwischen der Apotheke und dem Tabakladen hatte. Gemäß dieser historischen Rekonstruktion, die äußerste Glaubwürdigkeit besitzt, zeigt der Schnitt des Dekolletés die Mode vom Memphis in einer Dekadenz, die es erlaubt, das Hemd einer Konkubine, wenn nicht gar einer legitimen Gattin Amenemhets I. zuzuweisen. Wahrscheinlich aufbewahrt zwischen den heiligen Linnen aus dem Schatz der Hyksoskönige (2100-1800v. Chr.) muß es ungefähr 1670 vor Christus von den Äthiopiern geraubt worden sein, als diese das Reich Thutmosis III. verwüsteten. Der Umstand ist nicht völlig bewiesen, aber ein gewisser Modergeruch, den das Hemd seither trägt und der für die schwarze Rasse charakteristisch ist, bezeugt, daß die These de Pommerys nicht zu gewagt erscheint. Zurückerobert von Ramses II. in der 19. Dynastie gelangte das Hemd durch aufeinanderfolgende Erbschaften zu Kleopatra und muß sich zu jener Zeit in einem ausgezeichneten Zustand befunden haben, wenn man dem Überschwang glauben darf, in dem Marc Anton sich darüber in einem Brief an den Senat ausließ, in dem er den intimen Luxus am ägyptischen Hofe beschrieb.

Die ersten Beschädigungen an dem kostbaren Gewand gehen ebenfalls auf die Tage Marc Antons zurück. Seit der Schlacht von Actium, in der Kleopatra alles verlor – sogar das Hemd –, befand es sich in schlechtem Zustand. Den dunkelsten Punkt in der Geschichte des Hemdes der Kleopatra bildet seine Auffindung auf Capri. Aber zum Glück existiert eine Passage Suetons, welche die kühne Eingebung de Pommerys über diese Frage bestätigt. Aus Sueton geht in der Tat hervor, daß Gaius Julius Caesar Octavian nach der Rückkehr von Actium auf Capri weilte und dort einen großen Teil der Beute aus dem ägyptischen Feldzug hinterließ. Der Historiograph des Augustus behauptet weiter, daß die kaiserlichen Villen auf Capri geschmückt waren »mit Altertümern und Raritäten« – rebusque vetustate et raritate notabilibus. Und wer könnte sich – selbst zu jenen Zeiten – etwas Älteres, Selteneres und Bemerkenswerteres vorstellen als das Hemd der Kleopatra?

Auf daß wir lernen mögen, was Wissenschaft ist!

Das Vorbild für Anlage und Gestaltung von »Aria di Capri« ist sicherlich Rosario Mangoni gewesen, der gleichermaßen einen Rundblick über Geschichte, Leben und Treiben auf der Insel bieten wollte, literarische Ansprüche aber kaum befriedigen kann (17). Cerio selbst wiederum hat mit diesem Werk auf andere gewirkt, von denen aber allein Humbert Kesel und Arvid Andrén Lesenswertes geschaffen haben (18). Nach »Aria di Capri« folgen einige weitere Bände (19) solcher Charakteristika und Unsinnsessays, und deren letzter, »L’Ora di Capri« wird Cerios gesamtes Werk 1950 abschließen (20). Dieses Buch ist in Auszügen ins Deutsche übersetzt worden. 1954 erschien der Band unter dein Titel »Capri, ein kleines Welttheater im Mittelmeer« (21). Leider war die Übertragung in großen Teilen nicht gut, traf nicht den ironischen Ton, und das Buch fand nur wenig Anteilnahme, wohl auch wegen der recht ungeschickten Auswahl durch die Übersetzerin (22).

 

Von der Landschaft des Mythos zum Mythos der Landschaft

Wenn wir nun Edwin Cerios Romane betrachten wollen, müssen wir noch einmal auf seine politischen Aktivitäten in seiner Zeit als Bürgermeister zurückschauen. Im Juli 1922 fand durch seine Anregung auf Capri ein »Kongreß zur Verteidigung der capresischen Natur und des Baustils« statt (23). Schon zuvor hatte sich Cerio besonders für die Aufforstung der Insel (24) und gegen die Bauwut stark gemacht, und hier versuchte er nun, seine Ideen verbindlich durchzusetzen. Ein völliger Erfolg war ihm 1922 nicht beschieden, aber man geht nicht zu weit, in diesem Kongreß, der alle literarischen und kulturellen Größen Italiens als Gäste Cerios auf Capri versammelt sah, einen entscheidenden Anstoß für das italienische Naturschutzgesetz von 1939 zu sehen. Viele erkennen heute in dieser Tatsache Cerios größten Verdienst.

Auf dem Kongreß traf er auf Widerstand, man (25) warf ihm eine museale Mystifizierung der Insel vor, die sich gegen die Errungenschaften der Zivilisation richte, oder wie es ein moderner Kritiker schrieb: Cerio ging den Weg von »der Landschaft des Mythos zum Mythos der Landschaft« (26). Gewiß, Cerio ging sogar noch weiter. Er wollte den zerstörerischen Massentourismus von der Insel fernhalten, wollte in einem »complot de la Beauté« (27) Capri zu einer Künstlerrepublik werden lassen, in der Künstler aller Nationen in der wiederhergestellten Karthause als Gäste arbeiten könnten. Ein Traum sicherlich, doch ehe man ihn zu schnell belächele und verwerfe, möge man seinen Blick auf die Realität richten, die die Zerstörung des von Cerio gepriesenen »Kunstwerks der Götter« überall zeigt, ohne daß sich bis jetzt ein erfolgreicher Verteidiger erkennen ließe (25).

Doch damit sind wir schon tief im Thema der Romane. Stets ist es die Natur – und meist eben die Natur Capris –, die besungen wird und die das Leben der Menschen, die Menschen selbst verändert. Literarisches Vorbild für Cerio war gewiß sein Freund, der Wahlcaprese Norman Douglas, dessen Roman »South Wind« 1917 erschienen war (29) und leicht verschlüsselt das Leben auf Capri darstellte und seinem Verfasser zu Weltruhm verhalf. Doch Cerio gestaltet das Thema in seiner eigenen Art. Wie in seinen Essays geht er auch in den Romanen mit seinen Figuren recht rücksichtslos um, sie werden gnadenlos seziert, bis sie völlig nackt vor uns stehen und nur die ironische Distanz, in der sie geschildert werden, sie uns noch erträglich erscheinen läßt. Und doch sind sie mit Liebe gezeichnet, Cerio läßt sie nie völlig fallen, und plötzlich lieben wir sie in ihrer Nacktheit und Hilflosigkeit.

In seinem ersten Roman »L’Approdo« – »Der Landungssteg«, der 1930 erschien (30), ist es ein Archäologe, den seine Forschungen auf die Insel verschlagen und der sehr schnell erkennt, daß Capri »die Zuflucht für alle ist, die suchen und sich selbst finden« (31). Nur ist es eben nicht so sicher, was man in sich selbst findet. So ergeht es dem Priester und Archäologen Govan, der, wo immer er auch gräbt, stets auf Reste des antiken Venuskultes stößt und der sich letztlich dadurch findet, daß er seine Sexualität entdeckt. Doch er erreicht Mitleid in seiner Verzweiflung und Größe in seiner Lächerlichkeit.

Die Landschaft ist die der homerischen Sirenen, deren lockender Gesang die mittägliche Stunde des Pan untermalt. Man verliert sich in ihr, in sich selbst und in der Liebe. Eine ebenso wichtige Rolle spielt das einfache, naturbestimmte Leben fern der modernen Zivilisation, das seinen schönsten Ausdruck in der ländlichen Küche findet. Bei Cerio geht jede Liebe durch den Magen. So leben sie alle sich selbst, meist als gute Heiden, nicht immer glücklich, doch stets tapfer. Sie leben, wie es Edwin Cerios Freundin Ada Negri in ihren Gedichten beschrieb (32): »Kommst Du nach Capri, zu der Insel der Sonne, / wirst Du Dich finden als der Gott, der Du einst warst.«

Und so handeln sie. Wie etwa Antolino, der auf Wachteljagd geht. obwohl die Vögel seit ewigen Zeiten schon nicht mehr auf die Insel kommen, er aber seinen senilen, epileptischen Hund nicht enttäuschen will. »Die Wachteln sind eine Illusion, und die darf man nicht zerstören« (33). Dies alles wird so gut beschrieben, daß der Leser sich unwillkürlich fragt, ob nicht die Wachteljagd in alten Zeiten auch nur ein schöner Traum war.

Der Traum, die Ideen treiben das Leben der Menschen an. So den Fabrikbesitzer Amoroso in dem Roman »Conserve e Affini« – »Konserven und Verwandtes« (34). Das »Verwandte« wird seit Generationen im Namen geführt, nie wurde es definiert, nie verwirklicht, immer blieb es eine Phantasie für die Zukunft. Aber sie macht das Dasein lebenswert, läßt Amoroso mit all ihrer Faszination der Möglichkeiten zum Gedankenspieler, zum Poeten werden (35). Als seine Frau dies erkennt, entdeckt sie zum ersten Mal die Liebe zu ihm, und es überrascht nicht, daß dies auf einer mittäglichen Wiese geschieht. Und doch – Cerio vermeidet jedes Sentimentale. Von Beginn an bleibt es offen, ob Amorosos jugendliche Frau einen Liebhaber hat oder nicht. Verdachtsmomente, die der Leser erhält, werden nie ganz entkräftet, aber auch nie völlig bestätigt. Selbst die Geburt eines Sohnes ändert daran nichts, Amoroso ist glücklich und plant das »Verwandte«, für den Leser bleibt die Vaterschaft ungewiß.

Mehr Gewißheit erhalten wir in Cerios letztem großen Roman »Il Miracolo di Baccalà« »Das Wunder des Stockfisches« (36). Er greift hier auf Ereignisse in der Geschichte Capris zurück, eigene Studien (37) und Forschungen von Norman Douglas (38) bilden das Material. Im Mittelpunkt steht das Mädchen Brunetta, das im bischöflichen Palast in Capri aufwächst. von einem Priester verführt, zur Abtreibung gezwungen und an einen reichen und sehr alten neapolitanischen Kaufmann verheiratet wird. Kein unglückliches, dazu ist man hier viel zu realistisch, aber ein in stiller Resignation zurückgezogenes Leben erwartet sie. Doch dann tritt er ein, der Mann ihres Lebens, der Engländer Thorrell, der seine Heimat wegen Cromwell verlassen mußte und nun ein Schiff mit einer riesigen Ladung Stockfisch von Holland nach Neapel geführt hat. Er tritt ein aus der kalten Welt des Nordens in Brunettas Küche, wird umfangen von dem Duft der Kräuter und Speisen des Südens, und er umarmt die junge Frau in der ersten Minute. Dem Ehemann überlassen die Liebenden fürderhin die Geschäfte. Er ist gefangen von der Idee, nicht das Geld fasziniert ihn, sondern der Gedanke, Tausende zu speisen (39), während Thorrell all seine fromm-spröde Moral hinter sich läßt und sich den Freuden der Liebe hingibt.

Natürlich wird dieses Dreiecksverhältnis, das bald nur noch aus zwei Polen besteht, zum Gespräch in Neapel. Das Paar zieht nach Capri, wo man eben eher beide Augen zudrückt, und die Rückkehr wird nach all der Schmach ein Triumph für Brunetta, zumal sie sich mit Thorrells Geld den alten Familienbesitz erwerben kann. Sie gebiert einen Sohn, während ihr Mann weiterhin in Neapel lebt. Thorrell wird seine Heimat nie wiedersehen, obwohl sein Vater ihn ruft. Er hat sich entschieden, dort zu bleiben, »wo die Nymphe ihren Wohnsitz hatte, als die Welt noch jung war« (40). Brunettas Ehemann und Geliebter sterben, und resolut wie stets fälscht sie ein Testament, das ihren Sohn zum Erben Thorrells einsetzt, und sie schickt den jungen Lord nach England, damit er es antrete.

 

Paradies mit Schlange

Will man Edwin Cerios literarisches Werk kritisch beurteilen, muß man gestehen, daß er sicherlich nicht zu den großen Schriftstellern gehört, die Italien in diesem Jahrhundert hervorgebracht hat. Als Literat war er dem neunzehnten Jahrhundert weit mehr verpflichtet als dem unseren, die wenigen Modernismen – vor allem in »Conserve e Affini« – wirken aufgesetzt. Cerio erzählt gerne und gut, und daran sollten wir unseren Spaß haben. Aber er erzählt auch oft zu Vieles. Immer wieder dringen essayistische Elemente in seine Romane ein, er versteht es nicht, den Inhalt zu straffen, die Idee auf den einen Punkt, die Spitze zu bringen. So geht Manches verloren im Fluß der Wörter.

Daß er dennoch lesenswert ist, liegt vor allem an den Themen, die Natur und Leben des Südens ohne Sentimentalität und voll Ironie und Humor widergeben. Dabei entsteht das Bild Capris, dessen Schönheit einem irdischen Paradiese gleicht, das jedoch der Schlange nicht entbehrt.

Zum Schluß folgen zwei Ausschnitte aus Cerios Roman »Il Caso della Signorina Springfield« – »Der Fall der Signorina Springfield« (41). Diese war Irin, lebte als Malerin auf Capri und starb in einem römischen Krankenhaus. Von diesem Moment an wird ihr Schicksal interessant. Ihr letzter Wunsch, auf Capri die ewige Ruhe zu finden, raubt allen Beteiligten die Muße zu Lebzeiten. Als Irin war sie praktizierende Katholikin, wurde aber von einer zufällig in Rom weilenden Amerikanerin, der Signora Carter, aus »hygienischen Gründen« eingeäschert und nach Capri überführt. Doch wohin mit den Relikten? Auf dem katholischen Friedhof eine Urne, auf dem, seit 1878 bestehenden, akatholischen eine Katholikin? Die folgenden Gesprächsausschnitte zeigen die Probleme der unglückseligen Freundin. Der erste Dialog stellt die Auseinandersetzung mit dem Klerus dar, der zweite spielt während einer Notstandssitzung des akatholischen Komitees, das aus finanziellen Gründen dringend eine Leiche braucht. Wer bis hierhin gelesen hat, den wird es kaum überraschen, daß dies alles tatsächlich auf Capri geschehen ist. Wie es endet, soll hier aber nicht verraten werden (42).

 

Das Dogma

»Aber wie konnten Sie so etwas tun?«
»Es war ein Mißverständnis. Ich habe einen Fehler begangen und Signorina Springfield einäschern lassen.«
»Tot?«
»Sollte ich sie lebendig einäschern lassen?«
»Welch ein Zynismus", warf Don Erasmo ein, »nur eine Protestantin ... «
»Ich habe schon gesagt, daß ich Signorina Springfield nicht sehr gut kannte. Ich habe sogar geglaubt, sie sei eine Landsmännin von mir. Ich wußte nicht, daß sie Engländerin war.«
»Irin«, korrigierte Monsignore.
»Gut, Irin. Was zählt die Nationalität?«
»Es zählt die Religion.«
»Das sind doch Haarspaltereien! Für mich zählt nur der traurige Fall. Auf Capri wollte sie begraben sein. Ich habe es versprochen.«
»Es ist schrecklich! Eine Katholikin!«
»Aber das habe ich doch erst vor einer Stunde hier auf Capri gemerkt. Ich bin sofort in ihr Haus gegangen. Die alte Dienerin, die Vertraute der Verblichenen, hat mir eine Kassette geöffnet. Wir haben ihr Testament gefunden und gelesen: Ich bin eine römisch-katholische Christin ... Sofort ist mir mein Fehler bewußt geworden, und ich bin hier, um ihn wiedergutzumachen.«
Don Erasmo fragte ironisch: »Und Sie glauben, das sei wiedergutzumachen?«
»Aber das ist doch nur ein Formfehler!«
»Schluß mit der Form! Verstehen Sie nicht, daß es für uns eine Frage des Dogmas ist? Wir können auf unserem Friedhof keine Asche aufnehmen.«
»Und der Letzte Wille der Verstorbenen, zählt der nicht?«
»Es zählt allein der Glaube. Sie, die Sie so eigenmächtig gehandelt haben, Sie haben den Glauben zerstört.«
»Wie konnte ich ihn zerstören, nachdem sie bekannt hatte, gläubig und katholisch zu sein? Ich übergebe Ihnen die sterblichen Überreste.«
»Sie übergeben nichts als Asche: Nichts. Nichts als Staub und Asche: Nichts. Nicht wahr, Monsignore? « sagte der Priester. Als er sah, daß jener zustimmte, wurde er sicherer und fuhr fort: »Wir brauchen etwas zum Anfassen, den Körper.«
»Den Körper! Das vergängliche Fleisch! Was für eine sinnliche Auffassung. Ich bringe Ihnen Asche, eine saubere und unvergängliche Sache, und Sie reklamieren den Körper. Und die Seele?«
»Die Seele ist die Wesensform des Körpers.«
„Ich wußte nicht, daß sich die Kirche auch mit Philosophie beschäftigt.«
»Aber gewiß doch. Die Philosophie ist ihrer Definition nach die Magd der Theologie. Die Häretiker bedienen sich ihrer, um die Religion zu bekämpfen, wir hingegen, um sie zu stärken. Schon Aristoteles ... «
»War Aristoteles katholisch?« unterbrach ihn Signora Carter sanft.
»Aristoteles? Wie soll ich das wissen? Ich muß nicht in solche Dinge vordringen, ich bin hier, um meinen Dienst auszuüben, nicht um Häresien zu diskutieren.«
Monsignor Rendina griff ein, um der Dame nicht den Triumph zu lassen: »Schon der heilige Thomas von Aquin, aufbauend auf Aristoteles ...«
»Der heilige Thomas? War das ein Häretiker?« fragte die Dame gelassen.

 

Das Prinzip

»Schreiben Sie: Springfield, Clara, Elisabeth, geboren in Killarney, Irland, Religion …« Er unterbrach sich verblüfft und riß die Augen auf »Wie ist das möglich? Hier steht katholisch! Was sind das für Scherze? Hier steht geschrieben römisch-katholisch ...«
»Irländisch«, korrigierte die Signora.
»Rom oder Irland! Wir wollen wissen, warum hier katholisch steht.«
»Weil Signorina Springfield katholisch war.«
»Wir bedauern. Wenn Signorina Springfield katholisch war, wenden Sie sich an den katholischen Friedhof, an die Priester.«
»Ich brauche Ihre Ratschläge nicht. Ich war ja schon dort, und sie haben sie nicht gewollt. Ja, sie war katholisch, aber sie ist irrtümlich eingeäschert worden und deshalb …«
»Diese Priester! Immer dieselben! Immer Kasuisten. Machen Theater wegen der Asche.«
»Und Sie selbst? Wollen Sie ihr nicht auch das Begräbnis verweigern?«
»Aber doch nicht wegen der Asche. Wir respektieren alle menschlichen Überreste. Wir wehren uns lediglich dagegen, eine Katholikin aufzunehmen. Es ist der Glaube, gegen den wir uns wehren.«
Oscar Loreto unterbrach ihn: »Es tut mir leid, mit dem Präsidenten nicht einer Meinung zu sein. Die Satzung besagt, daß unsere Institution begründet wurde – ich glaube, ich erinnere mich an den genauen Wortlaut –, ›um Menschen jeder Überzeugung und jeden Glaubens eine Bestattung zu gewährleisten.‹ Ist es nicht so, Mister Cramp?«
»Genau. Ich glaube ...«
»Es ist so«, stimmten der General und Laroche zu.
»Also dann?« fragte Signora Carter Doktor Fusco, dessen Miene sich erschüttert durch dieses Einvernehmen sehr verdunkelt hatte. Schließlich sagte er entschlossen: »Nun, Sie berufen sich auf die Satzung! Hier! Wollen wir hören, was sie sagt.«
Er nahm ein Bändchen, das auf dem Tisch lag, und begann zu lesen: »Hier steht: ›… gegründet, um Menschen jeder Überzeugung und jeden Glaubens eine Bestattung zu gewährleisten.‹ Wie Sie zitiert haben, Loreto. Aber sie spezifiziert: ›Unitarier, Presbyterianer, Baptisten, Calvinisten …‹«
»Baptisten, Calvinisten« echote Norton Cramp versunken im Meer der Erinnerungen, »Bigamisten, Suicidisten – wie viele sind mir durch die Hände gegangen, wie viele habe ich begraben.«
»So ist es, Mister Cramp. Aber ich bitte Sie, lassen Sie mich fortfahren: ›Calvinisten, Methodisten, Episkopisten … Menschen jeder Religion, wenn sie nicht katholisch sind!‹ Der Rest ist klar. Schluß mit der Diskussion! Akatholischer Friedhof! Warum diese verneinende Partikel ›a‹, feindlich gegen alles Katholische? Um das Eine zu zeigen, daß wir kämpfen, daß wir ablehnen …«
Signora Carter stöhnte gelangweilt und setzte ein Lächeln auf: »Wenn sich all Ihre Einwände auf diesen Punkt reduzieren, können Sie Signorina Springfield akzeptieren. Die Priester haben entschieden, daß durch die Einäscherung der katholische Glaube, den sie im Leben besaß, zerstört worden ist.«
»Aber durch wen? Durch Sie! Hier und heute, Signora, verhandeln wir nicht über Sie. Für Sie selbst sehe ich keine Hindernisse!«
»Danke. Aber wir verhandeln über diese Asche. Und wir herben erfahren, daß die Vernichtung des Körpers den Glauben zerstört.«
»Für die Katholiken! Aber nicht für uns! Wir stehen hier, um ein Prinzip zu verfechten. Signora Carter, ich bitte Sie, die tiefe Betrübnis zu glauben, mit der wir den Überresten Ihrer toten Freundin die Bestattung auf unserem Friedhof verweigern müssen.«

 

Anmerkungen:

1) Ein Bild zeigt ihn stolz mit Zylinder vor der Werft in Kiel. In: Lea Vergine (Hrsg.), Capri 1905/1940. Frammenti postumi. Milano 1983. S. 19.

2) Dieser biographische Abschnitt folgt: Humbert Kesel, Capri. Biographie einer Insel. München 1971. S. 303 f. Jetzt auch in 2. Aufl. 1984. Einige Einzelheiten stammen aus: Anna Arcucci, La Narrativa di Edwin Cerio. Napoli 1977. phil. Diss. (masch.). S. 228 ff.

3) Vgl. Vergine a.a.O. S. 18 und Anm. 3.

4) Das Programm zitiert ebd. Es erscheint hier wie alle anderen Zitate in deutscher Übersetzung.

5) Vgl. die Aussagen von Laetitia Cerio ebd. S. 31 f. und Claretta Cerio Casini ebd. S. 33 f.

6) Vgl. unten Anm. 21.

7) Edwin Cerio, Flora privata di Capri. Napoli 1939. Neudruck. Milano 1983. Meines Wissens existiert eine bisher ungedruckte Übersetzung von Humbert Kesel. [Anm. U. Schuch (2005): jetzt auch als Nachdruck Capri 2003].

8) Giuseppe Brindisi, Cerio. Uomo di Capri. Napoli 1937.

9) S. Anm. 2.

10) Deren Direktor Luigi Bladier an dieser Stelle für seine unermüdliche Hilfe über viele Jahre hinweg gedankt sei. Dank auch an Paolo und Costanzo Vuotto und an meine Frau, ohne die selbst Capri unvollkommen wäre.

11) Edwin Cerio, La vita e la figura di un uomo. Roma 1921.

12) Edwin Cerio, Aria di Capri. Napoli 1927.

13) Kesel a.a.O. S. 305.

14) Vgl. Cerio a.a.O. S. 127-147 und Kesel a.a.O. S. 258 f.

15) Kesel. ebd. S. 258.

16) Cerio a.a.O. S. 347-368. Der übersetzte Abschnitt findet sich auf den Seiten 352-354. Diese Übersetzung erschien schon in: Dietmar Noering, Edwin Cerio und das Hemd der Kleopatra. Göttinger Miszellen 57 (1982) S. 89-91.

17) Rosario Mangoni, Ricerche storiche sull’ isola di Capri colle notizie pia rilevanti sulla vicina regione del cratere. Napoli 1834. Jetzt auch im Neudruck. Bologna 1983.

18) Kesel a.a.O. Arvid Andrén, Capri. From the Stone Age to the Tourist Age. Göteborg 1980.

19) Edwin Cerio, Cose di Capri. Capri 1928. – Ders., Aria di Capri. o.O. 1936. 2 Bd. (eine erweiterte Ausgabe). – Ders., Manicomio tascabile. Milano 1934.

20) Ders., L’Ora di Capri. Capri 1950. 

21) Ders., Capri. Ein kleines Welttheater im Mittelmeer. München 1954.

22) H. Kesel erzählte mir, daß die letzten 2000 Exemplare vom Verlag eingestampft wurden. Einige deutsche Zeilen von Cerio sind noch erschienen im Merian-Heft Neapel 11. Jahrg. H. 6. Hamburg 1958, S. 57-59. Ansonsten vgl. meinen Aufsatz Anm. 16.

23) Edwin Cerio, ll Convegno di Paesaggio. Napoli 1923.

24) Hier muß man auch den Schweden Axel Munthe und Norman Douglas nennen.

25) Vor allem der Futurist Filippo Tommaso Marinetti und sein Anhang.

26) Bruno Fiorentino, Dal Paesaggio del Mito al Mito del Paesaggio. in: Gaetana Cantone, Bruno Fiorentino e Giovanna Sarnella, Capri. La città e la terra. Napoli 1982. S. 319--341. 

27) Arcucci a.a.O. S. 46. 

28) Vgl. Carlotta Tagliarini, Capri kaputt. In: ZEITmagazin 20, 20.11.1984, S. 30-42. Allerdings mit vielen Fehlern. Cerio hat diesen anscheinend unvermeidlichen Weg resignierend gesehen; vgl. etwa die Diskrepanz zwischen seiner Schrift »Il Paesaggio di Capri e la Tutela leggislativa«. Napoli 1922 und seinem ironischen Abgesang im »Guida inutile di Capri«, Roma 1946.

29) Jetzt leicht greifbar in: Norman Douglas, South Wind. Harmondsworth 1976.

30) Edwin Cerio, L’Approdo. Napoli 1930.

31) Ebd. S. 57. Alle Zitate aus Cerios Romanen wurden für diesen Aufsatz ins Deutsche übertragen. Man verstehe die Übersetzungen als erste Annäherung.

32) Der Originaltext lag mir als Zitat hei Arcucci a.a.O. S. 63 vor. 

33) Cerio a.a.O. S. 301. 

34) Edwin Cerio, Conserve e Affini. o.O. 1932. 

35) Schon in »L’Approdo« war der reiche Mäzen der wahre Dichter, der mit seinen industriellen, materialistischen Plänen die Gestaltung der Welt unternimmt. Ob hier nicht die Erinnerung an Krupp wirkt? 

36) Edwin Cerio, Il Miracolo di Baccalà. o.O. 1938.

37) Neben vielen Einzelwerken vor allem gesammelt in: Edwin Cerio, Capri nel Seicento. Documenti e note. Napoli 1934.

38) Norman Douglas, Capri. Materials for a Description of the Island. Firenze 1930. Vgl. auch den kurzen Abriß bei Kesel a.a.O. S. 217 f.

39) Cerio, Miracolo S. 285.

40) Ebd. S. 301; vgl. Ada Negris Zeilen, Anm. 32.

41) Edwin Cerio, Il Caso della Signorina Springfield. o.O. 1936.

42) Die folgende Übersetzung nach Cerio, ebd. S. 41-45 und 122-127. Leichte Kürzungen wurden vorgenommen.

 

Der Aufsatz ist ohne die Abbildungen erschienen in: Kurt Morawietz (Hrsg.): die Horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst, Kritik. Ausgabe 142, 31. Jg., Band 2, 2. Quartal 1986, S. 119-127

 

Abbildungen: Archiv Ulrich Schuch